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Offener Brief an die Menschheit

Sehr geehrte Menschheit,

erst einmal zu meiner Person. Ich bin ein junger normaler Mann, der sich Gedanken darüber macht, was er sieht, was er mitbekommt und –erlebt.

Ich bin ungelernt, habe Abitur und ein abgebrochenes Studium.  Ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von Wirtschaft, Politik oder anderen akademischen Hochwissenschaften. Manch einer könnte meinen, ich sei ein gänzlich dummer Mensch.

Trotzdem frage ich mich jeden Tag aufs Neue, was eigentlich mit und auf der Welt los ist.

Es wird oft von Gemeinwohl geredet, eine Win-Win Situation für alle. Wer kennt den Mythos nicht? Jeder profitiert. Ob klein, groß, schlau, dumm, grün oder blau. Jeder. Das verstehe zumindest ich unter Gemeinwohl. Das traurige ist, dass davon immer nur gesprochen wird. Es wird in meinen Augen in keiner Weise ausgeübt und man kann es nicht erleben. Heutzutage ist Gemeinwohl eigentlich nicht mehr möglich.

Mir fällt es schwer, einen guten Einstieg in diese ganze Thematik zu finden, ich weiß nicht, welche Stelle des großen Balls aus Scheisse ich als erstes anpacken soll. 
Ich schreibe einfach mal blindlinks drauf los.

Wirtschaft. Die Wirtschaft.

Aus Wikipedia mal ein kleiner Auszug, die Definition von Wirtschaft:
„Als Wirtschaft oder Ökonomie wird die Gesamtheit aller Einrichtungen, wie Unternehmen, private und öffentliche Haushalte, und Handlungen des Wirtschaftens verstanden, die der planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs dienen. Hierzu zählen insbesondere die Herstellung, der Verbrauch, der Umlauf und die Verteilung von Gütern. Wirtschaft wird oft in räumliche Beziehung gesetzt, so zum Beispiel in Welt-, Volks-, Stadt-, Betriebswirtschaft.“

Ich, als akademisch gravierend ungebildeter Mensch verstehe darunter, dass Wirtschaft also ein System ist, dass den Bedarf aller Menschen stillen soll. Die Wirtschaft umfasst alle Vorgänge zur Handhabung von Gütern. Güter sind Dinge, die Menschen gut tun und zum Beispiel Lösungen für Probleme liefern. Die elektrische Zahnbürste macht das Zähneputzen zu einem viel entspannenderen Erlebnis.

Wirtschaft ist also eine gute Sache, so wie ich das verstehe. Die Wirtschaft müsste doch eigentlich dafür sorgen, dass es jedem Menschen gut geht, weil es ja um den „menschlichen Bedarf“ geht, der gedeckt werden soll. Wie wir alle wissen, ist das nicht so.

Es gibt ja genügend Meckerer und Leute, die nur am Jammern sind, wie wenig sie doch haben und wieviel „die da oben“ besitzen.
Die da oben sind Lobbyisten und Wirtschaftsbosse, die in jeder erdenklichen Art und Weise versuchen, den Normalmenschen auszubeuten. Diese Aussage ist meine eigene Meinung, den Eindruck, den ich habe, wenn ich durch die Stadt laufe, Fernsehn schaue, Zeitung lese oder einfach nur nachdenke. Ob das richtig ist? Diese Frage könnt ihr mir beantworten. Auf wirtschaftliche Hochglanzanalysen und Fremdwortfeuerwerke verzichte ich jedoch höflich.

Um wieder auf das Gemeinwohl zurückzukommen: Wenn man Wirtschaft also mit dem Begriff des Gemeinwohles kombinieren würde, wäre es doch möglich, eine Win-Win Situation für alle zu schaffen. Nicht?

Es müsste doch möglich sein, dass jeder das bekommt was er möchte, ohne sich dabei Sorgen zu machen, ob man die nächsten Jahre Essen hat. In der heutigen Welt, mit der heutigen Technologie, ist es hundertprozentig sicher umsetzbar, jedem Menschen auf dieser Welt ein gewisses Maß an Lebensqualität zu sichern. Ja, sogar ein gewisses Maß an Luxus. Davon bin ich absolut überzeugt. Wenn man will, dann geht das. (Das sage ich als junger Mensch, ohne sonderlich viel Erfahrung oder besonders zertifizierte „Intelligenz“-Protzdokumente!)

Das was ich erzähle, ist sicherlich alter Tobak. Viel erzählt, längst inhaliert und zu Genüge diskutiert.
Wir kennen es ja alle.

Es gibt regelmäßig tolle Treffen, G8-Gipfel, politische Versammlungen aller Art. Dort reden dann die wichtigen Menschen der Welt. Die großen Politiker, die Menschen mit Macht, die, die was bewegen können. Sie entscheiden, dass Steuern erhöht werden müssen, das Reiche mehr zahlen sollen, als die Armen um Armut zu reduzieren. Das ganze Blablabla, ich habe ja keine Ahnung. Es wird immer so wichtig getan. Jeder verhandelt und diplomatisiert vor sich hin und setzt sich als Ziel, die Welt zu einem besseren Platz zu machen. lol.

Herr Gerhard Schröder, ehemaliger Bundeskanzler: Wie läuft’s bei Gazprom? Gibt’s dick Kohle?

Wir wissen alle, dass es „ungerecht“ zugeht. Fast jeder fühlt sich ungerecht behandelt. Selbst ich! Ich bin auch irgendwo zu einem gewissen Grad abgefuckt, wenn ich sehe, wie irgendjemand mit geilen Autos rumdüst, coole Klamotten trägt und MP3s aus iPods hört, die in manchen Ländern dieser Welt ein Vermögen wert sind. Dann denke ich mir auch: „Man! Das will ich auch!“
Deswegen bin ich auch glücklich, wenn ich mir Dinge kaufe, die mir gefallen. Das tut gut. Nicht ganz so wenige kennen das auch. Man fühlt sich einfach besser, wenn man genug Geld hat, um sich gewisse Güter zu leisten. Güter machen das Leben besser, einfacher und schöner.

An die Politiker, Wirtschaftsbosse, Reichen, Mächtigen, die Verteidiger und Retter des Planeten:
Ich habe da einen Vorschlag. Was wäre, wenn wir alle einfach zusammenlegen? Jeder kennt das Prinzip: Als 13-Jähriger habe ich auch mit meinem Bruder und unserem besten Freund zusammengelegt, damit wir uns das neue Southpark-Shooter Spiel für die Playstation kaufen konnten. Ein sehr lustiges Spiel, man konnte Schneebälle bepinkeln und andere Pixelkameraden damit bewerfen. Haha.

Auf Wikipedia gibt es die Liste der reichsten Menschen („The World’s Billionaires“, Forbes Magazine)
Wir nehmen einfach mal die zehn reichsten Menschen auf dieser Welt. Sie haben ein Gesamtvermögen von $253.900.000.000,00. Um die 254 Milliarden. Es gibt 6.796.613.380. Fast 7 Milliarden. Laut www.census.gov nimmt die Weltbevölkerung um ungefähr 2,4 Menschen pro Sekunde zu.

Jetzt teilen wir die 254 Milliarden US-Dollar einfach durch 7 Milliarden Menschen. Das ergibt circa 36,29 Milliarden. Wenn ich also richtig liege, ist jeder Mensch Multimiliardär, wenn man nur das Geld der zehn reichsten Männer brüderlich aufteilt. Jeder Mensch ist sogar fast so reich wie der momentan reichste Mann der Welt, Bill Gates (40 Milliarden). WTF?!

Die Liste auf Wikipedia geht noch sehr weit. Es gibt noch eine nicht definierbare Menge mehr Geld auf unserer Welt.

Somit wären so ziemlich alle Probleme gelöst, mit denen wir bzw. ihr seit Jahrhunderten kämpft. Ich bin noch jung. So lange gibt’s mich noch nicht.
Ehrlich, ich weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll, wenn ich sehe, wie darüber gefachsimpelt wird, wie man Armut vernichtet und der Welt Frieden bringt.

Eine simple Divisionsrechnung , gerlernt in der Grundschule, zu Zeiten Aristoteles schon angewandt. Die ultimative Lösung für die Probleme der Menschheit. Für diese Lösung habt Ihr jährliche Sitzungen und ernste Gespräche in Nadelstreifenanzügen und prunkvollen Megagebäuden? Lächerlich!

Liebe Menschen mit Macht und Geld: Was macht ihr eigendlich?

Herr Bill Gates, reichster Mann der Welt: Was machen Sie mit dem ganzen Geld? Was passiert damit? Können Sie das alles ausgeben?
Gebrüder Aldi: Wenn Sie Yacht, Ferrari und Riesenvilla haben, wofür geben Sie dann noch das Geld aus?

Ihr habt soviel Geld und keiner kann alles ausgeben. 254 Milliarden US-Dollar für zehn Menschen. Fuck, das könnt Ihr doch eh nicht alles auf den Kopf hauen!

Wenn also jeder Mensch um die $36.000.000.000,00 hätte (Wow, so ausgeschrieben sieht es fast lachhaft unrealistisch aus, aber habe nochmal nachgerechnet!), ist Geld doch eigentlich egal, oder?

Man könnte das Geld komplett aus der Welt schaffen. Wenn sich jeder alles kaufen könnte, dann könnte man die Sachen doch gleich verschenken. So müsste niemand mehr arbeiten. Dann würde jeder konsumieren und das auf einem mehr als luxuriösen Level! Jeder Mensch auf dieser Welt, ob in Russland oder im Vatikan, könnte sich alles leisten, ohne pleite zu gehen, jeder Mensch könnte sich selbst entfalten, das tun, was er möchte, kurz: totale Freiheit genießen.

Ich verwette offiziell meinen Arsch darauf, dass sich dadurch die Kriminalitätsrate auf der ganzen Welt gravierend reduzieren oder komplett in Luft auflösen wird.

Jetzt wird es knifflig: Wie werden Güter geschaffen, wenn keiner mehr arbeitet? Wie werden Dinge, die zu einer Problemlösung führen, hergestellt, wenn keiner mehr den Finger krümmt?

Tja, liebe Experten, lasst Euch da mal was einfallen! Der Stand der Technologie ist schon so fortgeschritten, dass bereits mit Weltall-Touristik Asche gemacht wird!

Ihr müsst alle einfach mal eure Köpfe anstrengen, die von dem vielen Scheiss in den Medien betäubt sind und verstehen, dass wir hier alle einen gemeinsamen Wohnort haben, die Erde. Wir haben Probleme. Diese Probleme müssen gelöst werden. Wo soll als erstes angepackt werden? Weit weit unten!
Ich würde verdammt nochmal aufhören, die kleinen Probleme zu behandeln und dafür Energie zu verschwenden.

Probleme, die von einem größeren Problem geschaffen werden. Dem Mutterproblem. Dem Nonplusultra der Probleme: Gier.
Gier hat zugegenermaßen auch was Positives: Es brachte einen gewissen Wohlstand für Menschen, denn aus Gier und Gewinnsucht wurden neue Limo-Kreationen entwickelt, höhere Häuser gebaut und schnellere Autos produziert.

Das, was die Gier zu einer Krankheit mutieren läßt, ist das Einbahnstraßenschild. Wir müssen aus der Einbahnstraße einen Kreisverkehr machen, dann ist Gier sogar ziemlich cool. Eine „Gemeinwohl-Gier“.
Wir müssen einfach nur kollektiv gierig sein. Wir müssen für die Tiere gierig sein, wir müssen für den Planeten und die Umwelt gierig sein. Die können das nicht, dazu fehlt ihnen die Intelligenz. --

Bill Gates und Co sollen ihre Gier zeigen. Sie sollen der Welt zeigen, wie gierig sie sind. Das einzige, was sie dabei beachten müssten ist sehr einfach: das ich mit wir ersetzen.
Jetzt soll mir bloß keiner kommen mit „Gier liegt in der Natur des Menschen“ oder „Menschen sind Egoisten“. Alles verdammte Scheisse!

Was ist mit Evolution?

Alles hat vor 3 Milliarden Jahren angefangen, das kann man heute mit sehr alten Steinen nachweisen. Es waren die ersten Spuren des Lebens, winzige Bakterien, wenn ich mich nicht irre.
Das Leben hat sich ständig angepasst und weiterentwickelt. Bis heute. Die Entwicklung geht bis heute weiter.

Die Menschen, die wir heute sind und sehen, wenn wir alle in den Spiegel schauen, sind durch Fosilienfunde auf ungefähr 200.000 Jahre datiert.
Man, wir sind schon 200.000 Jahre alt und es gibt noch Krieg auf der Welt. lol.

Jetzt müssen wir uns einfach weiterentwickeln. Fische konnten an Land nicht leben, so sind ihnen Beine gewachsen. Uns muss jetzt eine „Gemeinwohl-Gier“ wachsen.

PS: Dieser Text ist primär an die jungen Menschen dieser Welt gerichtet! Denn alte Leute können keine Weichen für die Zukunft stellen. Gebabbelt wurde genug. Ich habe das Heulen, Jammern und Beschweren satt. Jeder sollte sich jetzt einfach ändern. MACHT WAS!! Dann profitiert auch jeder vom gemeinsamen (!) Wohlstand. Jeder. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Yes, we can!

 


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